Holzschuhe Info

Holzschuhe Info


Erklärung Holzschuh lt.Wikipedia

Holzschuh.

Dieser Artikel erläutert den Gegenstand Holzschuh.


Holzschuh als Oberbegriff bezeichnet alle Arten von Schuhen, die ganz aus Holz gefertigt sind.



Form und Abgrenzung

Im schuhtechnischen und -fachlichen Sinn (beachte untenstehende Einschränkungen) bezeichnet Holzschuh den traditionellen Holzschuh, der vollständig oder überwiegend aus Holz hergestellt ist und den Fuß ähnlich wie ein Halbschuh weitgehend umschließt (im Fersenbereich mit einer hochgezogenen Holzsohle). Üblicherweise wird solch ein Holzschuh aus einem einzigen Stück Holz hergestellt.

Andere Schuhmodelle, die meist einen auf den Schuhboden beschränkten Holzanteil haben (Clogs, Holzsandalen usw.), sind keine Holzschuhe, sondern werden als Holzsohlenschuhe bezeichnet.

Holzsohlenschuh

Folgende verbreitete oder bekannte Schuhmodelle zählen zu den Holzsohlenschuhen:

Gymnastiksandale (Schuh mit Holzsohle, der nur durch einen Querriemen am Fuß gehalten wird. Der Fuß sitzt lose im Schuh und kann jederzeit herausgleiten)

Holzsandale oder Holzsandalette (Schuh mit Holzsohle, der durch ein oder mehrere Riemen am Fuß gehalten wird)

Clog (Pantoffelartiger Schuh mit Holzsohle; die Ferse kann auch einen Fersenriemen haben)

Holzstiefel (Stiefel mit Holzsohle)

Historisch kann auch die Trippe als Holz(über)schuh angesprochen werden. Dabei handelte es sich um eine Holzsohle mit Lederriemen, die im Mittelalter zum Schutz gegen Schmutz unter den eigentlichen Lederschuhen getragen wurde.

Regionale Begriffsvielfalt und Überlappungen

Holz- bzw. Holzsohlenschuhe haben je nach Herkunftsgebiet unterschiedliche Bezeichnungen und es wird in einigen regionalen Definitionen die klare Abgrenzung zwischen Holz- und Holzsohlenschuhen nicht vorgenommen.

Sabots (Frankreich) ist gleichbedeutend mit Klompen (Niederlande).

Im Elsass werden sie Zogelli genannt, Zoggeli in der Schweiz, wo sie vor allem zur Fasnachtszeit getragen werden.

In Schleswig-Holstein werden Holzsohlenschuhe generell als Holzschuhe bezeichnet.

Holzpantoffel nennt man, wenn Sie aus Dänemark kommen, auch Clogs, in Norddeutschland spricht man in diesem Zusammenhang von Holzpantinen und wenn sie ein ausgearbeitetes Fußbett haben, heißen sie Schwedenpantoffel.

Material und Herstellung

Geeignet für die Herstellung traditioneller, geschlossener Holzschuhen sind Weichhölzer.

Verwendet wird heute in Deutschland und den Niederlanden fast ausschließlich Pappelholz.

Selten kommt Ahornholz zum Einsatz. Historisch nutzte man auch Weiden- und Erlenholz.

Ein traditioneller Holzschuh wird aus einem einzigen Holzblock gefertigt. In der manuellen Produktion wird zunächst die äußere Form des Schuhs grob vorgeschnitzt, dann fein gearbeitet. Schließlich wird sein Inneres mit speziellen Werkzeugen ausgehöhlt. Die Oberfläche des Schuhs wird zuletzt poliert und gegebenenfalls mit Schnitzereien versehen oder farbig lackiert. Maschinell verläuft die Fertigung ähnlich, doch lässt sich mittels einer Vorlage die Form eines Schuhs beliebig oft kopieren.


Niederlande

Die volkstümlich bekannteste Form eines Holzschuhs ist die des niederländischen Klomp (Mz.: Klompen), wie er als touristischer Artikel gerne von Reisen mitgebracht wird. Doch hat jede Region in den Niederlanden ihre ganz eigene Schuhform, mal rund, mal spitz, einige Schuhe auch halboffen, mit Lederriemen über dem Rist. Letztere werden Tripklompen genannt. Auch im benachbarten Flandern kommen sie vor.

Deutschland


In Deutschland waren und sind Holzschuhe vor allem in der Nordhälfte verbreitet, insbesondere von Nordrhein-Westfalen bis zur dänischen Grenze. Hier entwickelte sich die Holzschuhmacherei zum Handwerk und wurde auch industriemäßig betrieben. In Westfalen werden die Holzschuhe als Holsken (auch: Holzken) oder Holschen bezeichnet. Am Niederrhein nennt man sie, wie im Niederländischen, Klompen und im Ruhrgebiet auch Klotzschen. Die älteste bekannte Abbildung von Holzschuhen ist auf einem Altarretabel aus dem 15. Jh. von Derick Baegert in der Dortmunder Propsteikirche zu sehen.

Westfälische Holschen haben einen Lederbesatz in Form einer durchgehenden Kappe über dem Rist, Liär (westf.-ndt.: Leder) genannt. Am Niederrhein und in der Eifel ist das abschließende Leder als Band ausgeführt. An der niederländischen Grenze sind durchaus auch niederländische Schuhformen verbreitet. Im Bereich der dänischen Grenze wurden Holzschuhe lange mit Stollen unter den Sohlen gefertigt.

Holzschuhe wurden bis in die 1950er Jahre vor allem in der Landwirtschaft und bei bestimmten Arbeiten wie dem Torfstechen getragen. Im Deichbau werden sie in den Niederlanden bis heute als optimale Sicherheitsschuhe genutzt. In Westfalen werden Holschen auch in der Gegenwart noch gerne bei der Gartenarbeit getragen.

Alle 5 Jahre findet in Stutensee-Staffort ein traditionelles Holzschuhrennen statt.

Weblinks
Niederländisches Klompen-Museum in Eelde (bei Groningen)


Kleines Museum im Holzschuhmacherdorf Enter (Gem. Wierden bei Almelo)


Holzschuhrennen in Stutensee-Staffort


Werkstatt und Werkzeuge zur Holzschuhherstellung (Museum Nastätten)

Sicherheitsschuhwerk Holländische Holzschuhe

Sicherheitsschuhwerk

Die Tägliche Verwendung der Klompen durch die Jahrhunderte hat gezeigt, wie funktional die Klompen als Schutz für die Füße sind.
Die Sicherheit, die Klompen bieten, ist so groß.
So werden beispielsweise bei Hoogovens die Klompen immer noch eingesetzt um vor der Strahlungshitze in den Walzwerken zu schützen.
Bei der Einführung des Arbeitsschutzgesetzes hatte man eine Zeitlang Zweifel daran, ob die Klompen wohl den modernen Sicherheitsanforderungen genügen würden.
Aber nach gründlichen und langwierigen Versuchen, die das Sicherheitsinstitut TNO durchgeführt hat,
haben die Klompen mit Bravour bestanden, und sie verdienen heute mit Recht das Prädikat
„offizielles Sicherheitsschuhwerk“(1997).
Diese wissenschaftliche Anerkennung, die CE-Marke (CE steht für Conformité Européenne)
schließt den Kreis.

Um den Sicherheitsanforderung der Europäischen Union zu genügen, wurde die Holzklompe Tests für Sicherheitsschuhwerk unterzogen.
Es zeigt sich, das die Klompe anderem Schuhwerk in nichts nachsteht und sogar noch besser ist als ein mit Stahl verstärkter Arbeitsschuh.



Kältetest :
Einwirkung extremer Kälte (-20°C) für die Dauer von 30 Minute:
Die Temperatursenkung in der Klompe darf nicht mehr als 10°C betragen.

Wärmetest:
Einwirkung von extremer Wärme (Sand mit einer Temperatur von 150°C) für 30 Minuten:
Der Temperaturanstieg in der Klompe darf nicht mehr als 22°C betragen.

Nageltest:
ein Nagel wird in die Sohle gedrückt:
Druck von unten her: 75 kg.

Wassertest:
die Wasserabsorbtion wird gemessen.

Drucktest:
die Klompe wird zwischen zwei Stahlplatten gedrückt, auf der Spitze der Klompe (dem höchsten Punkt oberhalb des Spanns), wird der Druck auf 400 kg gesteigert; bei der Nase sind es bis zu 750 kg.

Falltest:
ein stumpfes Beil von 20 kg fällt aus einer Höhe von 50 cm auf die Klompe.


Kopiert aus: Holzschuhe in Holland.

Text: Fr.M.Wiedijk

Research: J.Kooijman

Entwurf/Gestaltung: Tjasker Design 2000.    

Druck: GrafiNoord.

Holzschuhe bei Jugend Forscht

Holzschuhe bei Jugend forscht

 

 

PRESSEMITTEILUNG


Heeker Holzschuhe bei Jugend forscht

Heek, 16. März 2010 - „Holzschuhe als Sicherheitsschuhe? Geht das überhaupt?“ - Dieser Frage gehen Thomas Zimfer und Alexandros Varvaras im aktuellen „Jugend forscht 2010“ Wettbewerb nach. Dabei lassen die beiden Bremer Schüler das traditionelle Schuhwerk des Heeker Unternehmens www.Holzschuhe.de gegen stahlkappenverstärkte Sicherheitsschuhe antreten.

In mehreren Experimenten mussten sich die Heeker Holzschuhe gegen die Sicherheitsschuhe bewähren. Von herunterfallenden Gehwegplatten, bis hin zu fahrenden Autos wurden sie auf Herz und Nieren getestet.

 

 

jugend_forscht

 



Durch einen Belastungstest im Fraunhofer Institut für Materialforschung gewannen die Schüler weitere wertvolle Erkenntnisse. "Ein Holzschuh ist einem Sicherheitsschuh bis zu einer bestimmten Belastungsgrenze überlegen und wäre die bessere Alternative", schließen Thomas Zimfer und Alexandros Varvaras.


Nach dem erfolgreichen Einzug in den Landeswettbewerb, überzeugte das Ergebnis auch die Expertenjury, die die beiden Nachwuchswissenschaftler mit dem dritten Platz und einem Sonderpreis auszeichnete.


Tobias Große-Puppendahl
Westmünsterhändler GbR
Ahle 135a
D-48619 Heek

Holzschuh Größen in cm - Schuhgröße

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